Aktuelles

Giacomo Puccini
Messa di Gloria

22. November 2017
Stadtpfarrkirche Fehring

Genau 20 Jahre zuvor, am 22. November 1997, gab der damals neu gegründete Chor cantART mit einem bunt gemischten Programm von Chormusik aus allen Richtungen sein erstes Konzert im Festsaal der Hauptschule Fehring.

Zu seinem 20-jährigen Bestehen beschenkte cantART sich und sein Publikum mit der Aufführung eines besonderen Werkes – der Messa di Gloria von Giacomo Puccini für zwei Solostimmen, Chor und Orchester.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

08.09.2013 - Eggenberger Messe - Stadtpfarrkirche Fehring

Die „Eggenberger Messe“ von Harald Neuwirth stellt ein Juwel in der österreichischen Jazzgeschichte dar. Anfang September 2013 haben wir dieses Werk wieder aufgeführt und im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten diese auch für die Produktion einer CD aufgenommen.

Dieses Werk ist nicht nur wegen ihrer musikalischen Stilistik, sondern auch in der Art ihrer Konzeption einzigartig.

Ein besonderes Phänomen bei dieser Messe ist auch der Aspekt, dass diese sowohl in Jazzkreisen als auch unter Kirchenmusikern weit über die Grenzen von Österreich hinaus bekannt ist, obwohl dieses Werk nach seiner Uraufführung 1971 kein einziges Mal mehr erklungen ist bis wir uns im Jahr 2008 daran gemacht haben diese Messe wiederaufzuführen.

Im Rahmen des 10-jährigen Bestehens des Jazzfestivals „Most und Jazz“ in Fehring wurde vom Initiator und Begründer dieses Festivals Toni Eder dieses Projekt im Jahr 2008 ins Leben gerufen und mit viel Einsatz und „Herzblut“ unter großen persönlichen (und auch finanziellen) Anstrengungen umgesetzt.

In mehreren Monaten wurde basierend auf einer Aufnahme der Rundfunkübertragung aus dem Jahr 1971 und dem zum Teil nur noch fragmentarisch vorhandenen Notenmaterial in mühevoller Kleinarbeit die gesamte Komposition in ihrer Original-Konzeption rekonstruiert und Aufführungsmaterial für die Instrumentalmusiker und den Chor erstellt.

Aufgrund der nur mehr in Kopien vorhandenen handschriftlichen Originalaufzeichnungen des Komponisten musste einiges an Notenmaterial neu geschrieben werden. Uns wurde im Laufe der Arbeiten immer mehr und mehr bewusst, wieso diese Messe niemals mehr aufgeführt wurde.

Basierend auf den Gesangsstimmen, die in der ursprünglichen Version für ein bis zwei Stimmen, die von einzelnen Sängerinnen und Sängerinnen gesungen wurden, vorgesehen waren, wurden von Chorleiter Leander Brandl vierstimmige Sätze für einen gemischten Chor geschrieben, die die Zustimmung des Komponisten gefunden und ganz seiner Konzeption und seinen Vorstellungen entsprochen haben.

Bald nach Beginn der Proben hat sich auch gezeigt, dass für die Instrumentalisten Musiker auf höchstem Niveau gefragt sind, die die hohen technischen, wie auch rhythmischen Anforderungen die an sie gestellt werden, auch leisten können.

Im Gegensatz zu der musikalischen Ausrichtung der meisten Messen – sei es in der klassischen oder auch modernen Musik – die eine Vertonung der liturgischen Texte des Kyrie, Gloria, Credo, … darstellen (in Kompositionen der letzten eineinhalb Jahrhunderte oftmals ergänzt durch ein Lied zur Eröffnung, zur Kommunion oder zum Segen, …) ist die „Eggenberger Messe“ eine Gesamtkomposition, die sich als durchkomponiertes Gesamtkunstwerk, basierend auf der katholischen Liturgie versteht - ähnlich einer Oper, die auf der Basis eines vorliegenden Librettos komponiert wird.

Nicht nur die Vertonung der Texte, zum Beispiel bei der Einleitung als Hintergrundmusik, die gemeinsam mit den Worten des Priesters schon auf die musikalische Umsetzung mit den stilistischen Merkmalen des Jazz der 70er Jahre einstimmen soll, oder die bewusste, textbezogene Vertonung der Lesung bei der die einzelnen Instrumente durch ihre Klangfarbe und auch die musikalischen Phrasen der Aussage jedes einzelnen Satzes Tiefe geben und diese verstärken sollen, waren für den Komponisten von großer Bedeutung.

Auch hat er Teile der Liturgiefeier, die im traditionellen Gottesdienst abwechselnd von Priester und der mitfeiernden Gemeinde im Wechselspiel gesprochen werden mit Musik hinterlegt, ja genauer eigentlich eine detaillierte Komposition zugrunde gelegt, wie dies zum Beispiel beim Hochgebet der Fall ist.